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Fakten-Check: Antworten auf Fragen zur E-Auto-HU

Bocholt. Auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft fahren Elektroautos auf der Überholspur. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen für die umweltfreundlichen Stromer interessieren. Neben den Kosten für Energie, Reichweite und Ladeinfrastruktur sollten sich potenzielle Käufer auch über die Betriebskosten von elektrisch angetriebenen Kfz informieren. Ein zentraler Faktor: die Hauptuntersuchung (HU).

Die Hauptuntersuchung bei Stromer und Verbrenner

Diese Prüfung ist nicht nur für Verbrenner obligatorisch, sondern auch für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Doch worin unterscheidet sich die HU von Stromern im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren? Was genau kommt bei Elektroautos auf den Prüfstand und wo liegen die Knackpunkte? André Scharfenort, Leiter der TÜV NORD Station Bocholt, beantwortet alle wichtigen Fragen zur HU bei Elektroautos und gibt Tipps, wie Besitzer von E-Autos gut durch die HU kommen.

Kaum Unterschiede, aber eine Besonderheit

„Im Fokus der Prüfung stehen die Verkehrssicherheit sowie Vorschriftsmäßig- und Umweltverträglichkeit“, sagt Scharfenort. Nur wenn ein Fahrzeug mängelfrei ist bzw. lediglich geringe Mängel aufweist, die zeitnah behoben werden müssen, wird die Plakette vergeben. Betrachtet man Bremsen, Beleuchtungsanlage, Fahrgestell, Lenkanlage und Reifen, so gibt es bei der HU von Verbrennern und E-Fahrzeugen kaum Unterschiede, eine Besonderheit besteht jedoch.

Hauptuntersuchung ohne AU

Bei Verbrennungsmotoren stellt die Inspektion des Motormanagements und des Abgasreinigungssystems – oft als UMA oder umgangssprachlich als AU bezeichnet – einen zentralen Aspekt der Hauptuntersuchung dar. Bei reinen Elektrofahrzeugen fallen dieser Prüfpunkt und somit auch die Kosten für die AU nicht an. „Stattdessen stehen das Hochvoltsystem, – also alle Komponenten, durch die hoher Strom fließt – das Batteriemanagementsystem, die Rekuperation, die Ladeanschlüsse und der Fahrgeräuschsimulator im Zentrum der Prüfung“, erklärt der Stationsleiter.

Die Sache mit dem HU-Adapter

Bereits bei der Einfahrt in die Prüfstelle lässt sich die Funktion des Fahrgeräuschsimulators mit dem Gehör kontrollieren. Zahlreiche weitere Komponenten, etwa Anschlüsse und Steckverbindungen, werden mit einer Sichtprüfung begutachtet. „Allerdings gibt es auch Mängel, zum Beispiel bei elektronischen Assistenzsystemen, die man nicht mit bloßem Auge feststellen kann. Genau hier kommt der HU-Adapter ins Spiel“, erläutert Scharfenort. Seit 2015 hat dieses Werkzeug seinen festen Platz in der Hauptuntersuchung bei TÜV NORD. Der HU-Adapter ist universell einsetzbar und kann bei allen Fahrzeugtypen die Daten über die On-Board-Diagnose-Schnittstelle auslesen. Speziell die Hauptuntersuchung von Elektroautos profitiert von diesem technologischen Fortschritt, denn dieser bedeutet mehr Sicherheit und Präzision bei der Überprüfung von Stromern.

E-Autos: Wo hakt es bei der HU?

Wo hakt es bei der HU? Während der Hauptuntersuchung von Elektrofahrzeugen treten neben den allgemeinen Mängeln, wie beispielsweise bei der Beleuchtung, aufgrund der speziellen Bauweise auch spezifische Probleme auf.

Das sind einige der häufigsten Schwachstellen bei E-Autos:

➔ Achsaufhängung: Das erhöhte Gewicht von Elektrofahrzeugen, hauptsächlich bedingt durch die schweren Batterien, führt zu einer stärkeren Belastung der Achsaufhängung. Dies resultiert in einer höheren Mängelquote, insbesondere beim Querlenker sowie den Spur- und Koppelstangen.

➔ Betriebsbremse: Mängel im Bremssystem treten bei Elektroautos häufiger auf als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Ein Hauptgrund dafür ist die Rekuperation, die Bremsenergie zurückgewinnt. Obwohl dies die Bremsen entlastet, kann die geringere Nutzung der Bremsbeläge, je nach Fahrverhalten, dazu führen, dass diese an Effizienz einbüßen. Zudem kann es bei weniger genutzten Bremsen im schlechtesten Fall zur Korrosion an den Bremsscheiben kommen.

TÜV NORD-Tipps für eine erfolgreiche Hauptuntersuchung bei E-Fahrzeugen

1. Fachgerechte Wartung: Wartungen und Inspektionen sollten stets in Werkstätten erfolgen, die nach Herstellervorgaben arbeiten.

Dies gewährleistet den Zugang zu den neuesten Updates und speziellen Herstellerhinweisen.

2. Pünktliche Hauptuntersuchung: Die Einhaltung der HU-Fristen ist empfehlenswert, um mögliche Mängel rechtzeitig zu erkennen und die Lebensdauer des Fahrzeugs zu erhöhen.

3. Beachtung von Rückrufaktionen: Sowohl freiwillige als auch verpflichtende Rückrufaktionen sollten ernst genommen und zeitnah in einer Fachwerkstatt umgesetzt werden.

4. Reaktion auf Auffälligkeiten: Veränderungen im Fahrverhalten oder ungewohnte Geräusche sind Anzeichen, die eine Fahrt zu einer Fachwerkstatt ratsam machen.

André Scharfenort: „In der Summe tragen diese Aspekte dazu bei, die Funktionstüchtigkeit und Langlebigkeit des E-Fahrzeugs zu gewährleisten, die Sicherheit auf der Straße zu verbessern und teure Folgekosten zu minimieren.“

Titelbild: Zahlreiche Komponenten begutachten die Sachverständigen von TÜV NORD mit einer Sichtprüfung. Allerdings gibt es auch Mängel, die nicht mit bloßem Auge festzustellen sind. ©TÜV NORD

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